Modell des Monats
Der Freundeskreis Kunstguss
Kunstguss hat viele Freunde – für sie ist auch der Freundeskreis Kunstgussmuseum geschaffen worden.

Der Freundeskreis Kunstgussmuseum Lauchhammer wurde am 16.02.1993, wenige Tage nach der Eröffnung des Kunstgussmuseums Lauch-
hammer gegründet, um am Kunstguss Interessierte aufzunehmen. Der Freundeskreis agiert unabhängig von der das Museums tragenden Stiftung.

Der Zweck des Vereins (gemäß Satzung in der letzten Fassung vom 15.01.2004) ist es, vor dem Hintergrund der Geschichte der in Lauchhammer bestehenden ältesten deutschen Eisenkunst-
gießerei die Tradition des Kunstgusses darzustellen und zu pflegen und davon ausgehend die Aufarbeitung und Präsentation der regionalen Industriegeschichte zu fördern. Der Vereinszweck wird insbesondere durch die Erhaltung, den fachgerechten Betrieb und die Erweiterung des Kunstgussmuseums Lauchhammer verwirklicht.

Der Verein entstand aus dem Bewusstsein, die jahrhundertelange Tradition des Kunstgusses, insbesondere des Eisenkunstgusses, gerade in einer Zeit zu erhalten, in der durch den System-
umbruch der Fortbestand der Gießerei alles andere als gesichert war. Der Verein hat zur Zeit knapp 70 Mitglieder.

Der Verein widmet sich vor allem der:

• Heranführung von Jugendlichen an die    Zusammenhänge des Kunstgusses und das    bildnerische Gestalten sowie der
• Beförderung der Entwicklung eines gemeinsamen    Standorts von Museum und Kunstgießerei als    Voraussetzung zur Zukunftssicherung.

Über die Jahre hat der Verein der Stiftung Kunst-
gussmuseum regelmäßig dringend benötigte Mittel für den laufenden Berieb zukommen lassen, seien es Personalkosten, seien es Beiträge für PR-Maßnahmen oder investive Mittel für die Museums-
gebäude. Insgesamt konnten von 1993 bis 2007 etwa 180.000 Euro für das Kunstgussmuseums bereitgestellt werden.

Als Projekte seien hier insbesondere genannt:

Der Verein veranstaltete seit 1993 gemeinsam mit der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungs-
gesellschaft mbH (Wequa GmbH) sowie später auch gemeinsam mit der Stadt Lauchhammer die Gießereifeste. Auf diesen Festen wurde die Geschichte des Kunstgusses volksnah erlebbar gemacht und dem Publikum vermittelt, dass die Tradition des Kunstgusshandwerks sehr lebendig ist. Auf dem Hof des alten Eisenwerks und der Kunstgießerei trafen sich jährlich bis zu 3000 Menschen zu Musik, Kleinkunst und leiblichen Genüssen und vor allem um dem Schauguss beizuwohnen.

1996 organisierte der Freundeskreis mit Hilfe von Spendengeldern erstmalig das Jugendprojekt „Eisenguss aus Kinderhand“. Kinder und Jugend-
liche waren aufgerufen, unter pädagogischer Anleitung kleine Kunstwerke schöpferisch herzustellen. Eine Jury bewertete und prämierte die Arbeitsergebnisse, die besten wurden in der Kunstgießerei abgegossen.

Zur Zeit wird die Einrichtung eines mehrtätigen Kurses für Jugendliche zum Thema „Abbild des Menschen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ vorbereitet. Die Beschäftigung mit menschlichen Abbildern aus verschiedenen Zeiten und verschiedenen Händen, soll die Annäherung an andere Sichtweisen fördern und Verständnis für das Andersartige wecken.

Ein wichtiger Punkt für die Realisierung des Werkhofkonzeptes ist die Ausstattung des frisch sanierten und bezogenen Schaudepots des Kunstgussmuseums, das die von der Gießerei erworbene historische Modellsammlung aufnimmt. Hierfür finanzierte der Freundeskreis den Ankauf der Regale zur Präsentation der Sammlungsstücke.


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Satzung als PDF

Aufnahmeformular als PDF