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Hier sehen Sie unser Modell des Monats: Bogenspannerin, wohl vor 1906 Die Bogenspannerin ist eines der Hauptwerke des in Coburg geborenen Berliner Bildhauers Ferdinand Lepcke (1866–1909). Leicht lassen sich bei dieser Darstellung die Mythen zur Diana oder Artemis assoziieren obwohl die Arbeit vom Künstler ganz unprätentiös als "Bogenspannerin" bezeichnet wurde. In ihrer recht statisch wirkenden Gesamtgeometrie, konzentriert auf eine Hauptansicht, ist sie auf die Skulpturenlehre von Adolf von Hildebrand zurück zu führen. Die Bogenspannerin befindet sich im Moment des Zielens – im Augenblick des Anvisierens. Als wesentlich erscheint dem Betrachter der zu erwartende Wechsel von einer Situation zur direkt Folgenden. Außergewöhnlich erscheint das Bildwerk jedoch im Hinblick auf das Lebenswerk Lepckes, da andere Arbeiten ansonsten von höherer Bewegtheit geprägt sind. Zahlreiche Figurinen wurden in der Kunstgießerei Lauchhammer zu seinen Lebzeiten und posthum gegossen. Das Leben und Wirken Ferdinand Lepckes wird derzeit im Kunstgussmuseum Lauchhammer und der Kunstsammlung der Veste Coburg erforscht. Hierzu planen beide Museen einen Werkkatalog und eine Sonderausstellung zum Jahr 2012. Das Kunstgussmuseum Lauchhammer verfügt über zwei unterschiedliche Gipsmodelle zur Bogenspannerin. Das hier vorgestellte Exemplar ist vermutlich als Modell aus der Hand des Künstlers zu betrachten. Es wird gerade von Bernhard Gutmann restauriert. |
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